Rezept & Forschung: Kartoffelpuffer & Kartoffelstärke

Im Rahmen eines Abendessens stellte ich mir die Fragen:

  • Wieviel Flüssigkeit kann ich ohne Presse aus Kartoffelraspeln pressen?
  • Wieviel Kartoffelstärke setzt sich nach einer Zeit X ab?

Das Experiment: Kartoffelstärke und Wasser

Die Vorbereitung:

Material:

  • 1 kg festkochende Kartoffeln
  • Etwas Salz (ca. 2 g)

Handwerkszeug:

  • Ein handsübliches Stoff-Küchentuch
  • Eine Schüssel
  • Ein Sieb
  • Ein Messbecher
  • Eine Küchenwaage
  • Eine Küchenreibe
  • Ein Sparschäler
  • Ein Glas (Minimum 250 ml)

Schritte:

  1. Gewicht des Glases wiegen.
  2. Die Kartoffeln schälen und
  3. mittels der Küchenreibe zu grobe Raspeln verarbeitet.
  4. Die Raspeln salzen,
  5. In das Sieb gegeben
  6. ca. 10 Minuten stehen gelassen.

Die Durchführung:

Nach 10 Minuten gibt man die ausgelaufene Flüssigkeit in das Glas und die Kartoffelraspeln in das Handtuch. Dabei ist darauf zu achten, dass die Raspeln so im Handtuch liegen, dass man das Handtuch zu einer Rolle formen kann. Diese dreht man an beiden Seiten entgegengesetzt zu und presst solange Flüssigkeit heraus, bis nichts mehr heraus kommt. Die ausgelaufene Flüssigkeit wird in der Schüssel aufgefangen.

Nach Abschluss dieser Phase wird auch noch das Küchenhandtuch in die Schüssel ausgewrungen.

Die Flüssigkeit in der Schüssel gibt man nun auch in das Glas und läßt das ganze etwa 6 Stunden stehen (Bereits nach kurzer Zeit kann man übrigens wunderbar sehen, wie Sedimente entstehen.).
Nach den 6 Stunden gießt man die Flüssigkeit vorsichtig in den Messbecher und wiegt das Glas erneut.

Das Ergebnis:

Es ergaben sich:

  • 200 ml Flüssigkeit und
  • 41 g Stärke

Das Rezept: Kartoffelpuffer

Zusätzlich zu den obigen Angaben benötigt man noch:

  • 1 Ei
  • etwas Öl
  • 1 1/2 EL Dinkel-Mehl
  • etwas Kartoffel- / Maisstärke
  • etwas Pfeffer und Salz
  • nach Belieben: Käseraspeln, feingehackte Zwiebeln oder Kräuter (hier am Besten harte Kräuter, da diese nicht so schnell verbrennen)

Die oben entstandenen trockeneren Raspeln nun noch mit dem Ei, und dem Dinkel-Mehl vermengen.Ist die Melange noch zu krümmelig – sie muss eine leicht schleimige Konsistenz haben – noch etwas Stärke hinzugeben. Bei mir waren es etwa 1 Teelöffel.

Zusätzlich noch salzen und pfeffern. Wer mag kann das enstandene Gemenge noch mit den Käseraspeln, Zwiebeln oder Kräutern verfeinern.

Eine kleine Pfanne vorheizen und etwas Öl zugeben. Nun soviel von der Masse hineingeben, bis der Boden komplett ausgelegt ist (ca. 5 mm Stark). Das ganze nun von beiden Seiten ~ 2 – 3 Minuten braten (bis das ganze leicht angeröstet ist).

Wenn die Puffer nicht direkt verputzt werden und man nicht den Luxus eines Salamanders hat, bietet sich ein ca. 120 ° warmer Backofen an.

Dazu bietet sich selbstgemachtes Apfelkompott oder Lachs mit einer leichten Radi-Creme an.

So long

Euer Päddah

 
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